China & Tibet

Floris: „Die Lobby unseres Hotels in Chongqing, einer hypermodernen Stadt mit 8 Millionen Einwohnern, von der ich noch nie gehört hatte, befindet sich im 51. Stock. Nach einer anstrengenden Reise durch das boomende China ist das der endgültige Beweis, dass der Westen allmählich ins Hintertreffen gerät. Die Aussicht über die Stadt ist atemberaubend, und auch hier muss man wieder in Superlativen sprechen. Ein einzelner spektakulärer Wolkenkratzer reicht nicht mehr. Hier stehen ganze Gruppen von Wolkenkratzern, die über miteinander verbundene LED-Bildschirme unter anderem die chinesische Flagge im Mega-Mega-Mega-Format wehen lassen. China ist verrückt!“

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Floris: “„Dieses Foto entstand bei Tagesanbruch in Lanzhou, einem Dorf, das den Chinesen zufolge in China liegt, aber laut den Einwohnern des Dorfes zu Tibet gehört. Es kam mir vor, als würde ich am Filmset eines chinesischen (tibetischen!?) Westerns herumlaufen. Kein Spaghetti-Western, sondern ein Bami-Western. Gibt es das überhaupt? Das Lustige an unserer Arbeitsweise ist, dass wir vorher nie wissen, wo wir ein Foto machen werden. Wir planen einen Roadtrip so gut wie möglich, aber der Spot selbst ist zu 100% improvisiert. Wir lassen die magischen Momente zu uns kommen. Diese leere Straße mit dem Berg im Hintergrund, der in der Morgensonne liegt, war so ein Moment.“”

Es ist immer schwierig, unseren Guides zu erklären, dass wir keine Fotos bei touristischen Highlights machen wollen, aber dieser x-beliebige Verkehrsknotenpunkt hier in Lanzhou… der ist perfekt!
Die Aussicht über das tibetische Labrang-Kloster ist toll, aber der Hund bekommt mehr Aufmerksamkeit. Es war ein Straßenhund ohne Namen, was natürlich traurig ist. Ich habe ihn Floris genannt. Sharing is caring!
Bauen, bauen, bauen. Auch mitten im Nirgendwo. Das Hinterland muss erschlossen werden. Die fortschreitende Besiedelung des Planeten ist nirgends so sichtbar wie hier in China.
Hunde! Seit einem Jahr habe ich einen Tibet-Terrier. In Momenten wie diesem wird mir klar, wie gerne Flapper jetzt wahrscheinlich auch hier in Tibet sein würde.
Wann wird man schon mal Zeuge von der Geburt einer Stadt? In Europa dauert das ewig, aber hier in China wird einfach mitten auf dem Land der Betonmischer angeschmissen und ehe du dich versiehst, leben hier eine Million Menschen.
Etwas frische Bergluft schnappen.
Unsere Arbeitstage konzentrieren sich meist auf die Zeit rund um Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Bei tiefstehender Sonne sieht alles viel schöner aus. Auf diesem Schnappschuss kann man sehen, was der Schatten sowohl bei der Straße als auch beim hinteren Teil des Berges bewirkt.
China wird langsam aber sicher vollständig von einer Betonkruste bedeckt. Mein Hirn macht Überstunden, um das alles in die richtige Perspektive zu rücken.
Das hier ist kein Tee. Es ist warmes Wasser, in dem etwas Weihnachtliches herumschwimmt. Genauso schmeckt es auch.
Ich bin in meinem Leben dreimal Motorrad gefahren. Jedes Mal für eines unserer Kampagnen-Videos: in Costa Rica, in Turkmenistan und jetzt in Tibet. Unser Guide erklärt hier gerade, wie das Motorrad funktioniert - ich kapiere es nämlich immer noch nicht.
Ich dachte immer, dass China das Teeland schlechthin sei. Es ist aber eher ernüchternd. Das hier schmeckte genauso, wie es aussah: traurig!
In Tibet sieht jede Straßenecke aus wie der perfekte Drehort für einen Arthouse-Film.
Das lokale Bier. Sehr wichtig.
Gansu, das Dorf, in dem wir das Foto für unsere Anzeige gemacht haben.
Ein süßes Brot als Lunchpaket, als wir irgendwo unterwegs waren. Die Beschreibung fand ich super. Es schmeckte nämlich genauso, wie es auf der Verpackung stand: “How delicious it can not be forgetten special taste, return the true flavour. Give you the infinite feeling.”
Brother from another mother! In Gansu saß auf dem Gehweg vor unserem Hotel ein Schuhmacher. Sein Stand gehörte nicht zu einem Markt oder so. Dieser Bürgersteig war einfach seine Ladenfläche.
Hotpot! Ein meterlanges Buffet voll mit Gemüse und… äh… Dingen (?!). Einfach in den Hotpot schmeißen und los geht‘s!
Die Mandarin-Verkäuferinnen in Songpan versuchen Kunden anzulocken, indem sie SEHR laut immer denselben Satz durch ein knackendes Megafon abspielen. Wirklich sehr laut und sehr oft.
Dank der Chinesen, die in diesem Restaurant in Chongqing am Nebentisch saßen, weiß ich nun, dass es offenbar ganz normal ist, die Nase einfach auf den Teppichboden auszuschneuzen. Andere Länder, andere Sitten.
Ich bin nicht das einzige Model auf unseren Reisen. Wir haben auch immer einen Koffer voller neuer Schuhe dabei….
In Chengdu, der Stadt der Großen Pandas, gingen wir auf der Suche nach dem alten China tief ins Landesinnere. Wir fanden, dass es sehr authentisch aussah, aber es war vor allem ein Ort für (chinesische) Touristen.
Karaoke! Ich bin echt kein guter Sänger. Deshalb singe ich immer besonders laut, dann ist es mehr lustig als falsch. Super Tipp!
Such was aus! HUNGERRRRR!!!
Super coole Location in Chongqing am Jangtse, aber wir werden die Fotos nicht verwenden. Es sah doch zu sehr nach 007 aus, der sich verlaufen hat.
Iss zu Abend und geh früh schlafen, morgen ist „Early Chicken“. Äh, was hat unser Guide gesagt? Ah… Early Check-in! Kein Problem! Ein Bierchen noch, dann gehen wir ins Bett.
Sie hatten mich gewarnt: Chinesischen Wein kann man NICHT trinken. Ich habe ihn trotzdem probiert…
Chongqing, 8 Millionen Einwohner und gefühlt genauso viele Wolkenkratzer. China ist echt krass.

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Floris: "Neben den Fotos drehen wir jedes Mal auch einen Wahnsinnsfilm. Die Stunts mache ich alle selbst! In Nepal mit einem Pferd über eine Hängebrücke reiten, auf der Ladefläche eines Trucks durch Tansania düsen, in Alaska auf Suppendosen schießen, zwischen wilden Rentieren in Lappland posieren, viel zu dicht am bröckeligen Rand eines aktiven Lavasees in Äthiopien herumlaufen oder, wie für diesen Film, auf einem tibetischen Klostergelände Motorrad fahren – ich mache das alles, ohne mit der Wimper zu zucken. Dieser Typ hier ist der Tom Cruise des niederländischen Schuhhandwerks!"

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