Äthiopien

Floris: "Äthiopien war bisher mit Abstand unsere abenteuerlichste Foto-Expedition. Auf der Wanderung zu einer hochgelegenen, aus dem Fels gehauenen Kirche habe ich Todesängste ausgestanden. Mitten in der Nacht stand ich am bröckelnden Rand eines aktiven Lavasees, wir schliefen unter freiem Himmel, während bewaffnete Männer Wache hielten, und machten im heißesten Gebiet der Erde ein Fotoshooting auf Thermalfeldern und Salzebenen. Und das alles, um unsere Fotos an den schönsten Orten der Welt machen zu können. Äthiopien ist echt der Wahnsinn. Und dort werden jeden Tag Pfannkuchen gegessen!"

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Ein außerirdischer Road Trip

Floris: “Dieses Foto ist auf den Thermalfeldern in der „Danakil Depression“ entstanden. Ich glaube, auf dem Mars herumzulaufen würde sich weniger außerirdisch anfühlen als hier. Was man hier nicht sieht, sind die knallgelben und knallgrünen Salzsäulen und Geysire, die überall in die Höhe schießen – unser Fotograf stand mit dem Rücken zur Farbexplosion. Es war ihm ein bisschen zu viel. Ich fand das zwar schade, aaaber unser Fotograf hatte wie immer Recht. Am Ende ist das hier unser Lieblingsfoto geworden – wie es schön clean die endlosen Salzfelder einfängt und nicht die gelbgrünen Limonaden-Fontänen.”

Laut unserer Guides mussten wir ein Stück „hiken“, um an den Ort für unser Fotoshooting zu kommen. Meiner Meinung nach war das Hardcore-Bergsteigen!
Hier zeige ich auf das Ziel unseres „Hikes“. Dort haben wir auch das Foto gemacht, das jetzt ganz oben auf dieser Seite zu sehen ist.
Die Inflation in Äthiopien hält sich in Grenzen. Ich bezahle dann mal meine Übernachtung im Hotel...
Diese Kamele liefen 3 Stunden im Dunkeln hinter uns zum Vulkan hoch. Nachts haben wir direkt am Vulkankrater geschlafen. “Wenn du mal musst, geh einfach hinter die Kamele.“ OK!
Showtime!
Äthiopiens Tiefebene. Dort will man wirklich nicht sein. Das war unser Durchgangslager auf dem Weg zum Erta Ale Vulkan.
In all den Jahren der Foto-Trips haben wir noch nie solche Strecken zu Fuß zurückgelegt. Aber es hat sich jedes Mal gelohnt.
Eine Wahnsinns-erfahrung (und natürlich Wahnsinns-Fotos) mitten in der Nacht am Rande des Lavasees des aktiven Erta Ale Vulkans.
Die Hochebene Äthiopiens ist grün und hat ein angenehmes Klima. Wusste ich vorher nicht. Jetzt schon.
Ganz wichtig: die nationale Küche! Hier wird alles mit Pfannkuchen gegessen. Nur dass sie nicht mit Sirup, sondern mit allerlei deftigen Eintöpfen kombiniert werden.
Während der letzten Tage wurden wir von einem bewaffneten Sicherheitsdienst begleitet. Die Afar-Region ist wunderschön, liegt aber auch sehr nahe am instabilen Grenzgebiet zu Eritrea.
Dieser Fels bereitet mir noch immer Albträume! Hier mussten wir über einen 80 cm tiefen Vorsprung laufen. Auf der einen Seite nackter Fels, auf der anderen ein 300 Meter tiefer Abgrund. Das war ein bisschen zu viel des Guten.
In Äthiopien gibt es (sehr) hoch in den Bergen Kirchen, die in den Fels gehauen wurden. Um dahin zu gelangen, muss man entlang steiler Felswände und schmaler Vorsprünge fast sein Leben riskieren. Aber das überwältigende Gefühl, wenn man schließlich in hunderten Metern Höhe in einem Loch im Fels sitzt, entschädigt voll und ganz..
Falls das mit den Schuhen doch nichts wird, kann ich immer noch Gerüstbauer in Äthiopien werden.
Das ist das wunderschöne Thermalgebiet in der Danakil-Senke. Hier kamen wir an, nachdem wir eine Nacht oben am Vulkankrater und eine zweite unter freiem Himmel auf den Holzbetten übernachtet hatten. Ich habe so getan, als sei ich super frisch und ausgeruht. Und hier haben wir dann die Fotos für unsere Werbekampagne geschossen.
46 Grad, Windstärke 7 und eine Nacht unter freiem Himmel auf diesen Holzbetten. Nichts als Hitze und Hütten aus Holzbalken und Stroh – da hört der Spaß offiziell auf.
Schon etwas anderes als die Fliesen in meiner Küche.
Die Salzebene. Nach Tagen ohne Dusche war die Aussicht auf ein Salzbad umso verlockender. Das Treiben im Salzwasser war großartig. Der Juckreiz danach eher weniger...
Gruppenfoto! Niels, Elmar und Geert – die Männer hinter den Fotos und Videos.

Video

Floris: "Neben den Fotos machen wir jedes Mal auch einen Wahnsinnsfilm. Die Stunts mache ich alle selbst! Motorrad fahren in Costa Rica, auf einem Pferd über eine Hängebrücke in Nepal reiten, auf der Ladefläche eines Pritschenwagens durch Tansania düsen, in Alaska auf Suppendosen schießen, zwischen wilden Rentieren in Lappland posieren oder wie für diesen Film hier viel zu dicht am Rande eines Lavasees von einem aktiven Vulkan herumlaufen – ich mach das alles, ohne mit der Wimper zu zucken. Dieser Typ hier ist der Tom Cruise des niederländischen Schuhhandwerks!"

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